Düne
Eine Erhebung aus Sand, die vom Wind angeweht und abgelagert wird, wird als Düne bezeichnet. Die Entstehung von Dünen setzt Sand und das Fehlen einer geschlossenen Pflanzendecke vorraus. Dünen entstehen bevorzugt in ariden Klimazonen.
Man unterscheidet die folgenden Dünentypen:
- Sicheldüne:
Diese Form der Düne ist die am weitesten verbreitete Dünenform trockener Klimate. Auf der Luvseite hat die Düne ein geringes Gefälle von circa 15° und fällt zur Leeseite mit 30° steil ab. An den Aussenkanten der Düne bewegt sich der Sand schneller und gibt der Düne das charakteristische Aussehen. Die Düne fällt auch zu den Seiten hin ab. Die Düne wandert immer leewärts. - Reihendüne auch Transversaldünen
Sie entstehen aus Sicheldünen, wenn sich die Windrichtung permanent ändert. Dadurch kommt es zu keiner klassischen Luv- oder Leeseite. - Parabeldüne
Wenn sich der Mittelteil der Düne schneller bewegt als die Rände, dann spricht man von einer Parabeldüne. Sie ist also quasi der Sicheldüne ähnlich, hat aber ein entgegengesetze Krümmung. Die Ränder bewegen sich langsamer, weil dort schon eine gewisse Vegetation vorhanden ist. - Längsdüne
Dies sind kilometerlange Sandwälle, die vor allem in der westlichen Sahara auftreten. Sie gehen oft auf Parabeldünen zurück. - Kreuz- oder Sterndüne
Durch die jahreszeitliche Änderung der Hauptwindrichtung entstehen Sterndünen. Sie bewegen sich nicht, da der Sand nur umgeschichtet wird. Sie können bis zu 100 Meter hoch werden. - Draa-Dünen
Megdünen mit stabilen Kämmen werden als Draa-Dünen bezeichnet. Sie sind teilweise älter als die letzte Eiszeit.
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